WARMZEIT.DE

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Genau so wird’s kommen, oder?

Ecki, am 15. November 2008

Ich, in meiner grenzenlosen Naivität, bin ich ja zunächst einmal erfreut darüber, dass ich den Beginn einer Warmzeit erleben darf und nicht etwa einen Temperaturrückgang bis zur nächsten Eiszeit. Denn, mal ehrlich, wer außer ein paar Arktis- und Nordlandfans mag sich schon in der Kälte aufhalten? So gern ich draußen bin, und zwar jeden Tag, so ungern mag ich das Wetter der aktuellen Jahreszeit. Und Schnee und Frost brauch’ ich erst recht nicht! Nun ja, trotzdem bin ich Tag täglich bei jedem Wetter mit den Hunden unterwegs, im Winterhalbjahr natürlich zum Teil bei Dunkelheit.

Mein Grundbedürfnis nach Natur decke ich also deutlich lieber bei tropischen Temperaturen als in der Kälte des Nordens oder unseres Winters. Erst recht würde ich nicht die weite Reise unternehmen, um kalte Zonen auf der Südhalbkugel zu besuchen. Das wäre mir Aufwand und Kosten wirklich nicht wert. So gehöre ich also zu jenen, die  zunächst erst einmal erfreut sind zu hören, dass die Wärme ein wenig mehr hier heranrückt, so dass ich die verhassten Winterklamotten ein paarmal seltener anziehen muss. Wie gesagt: ich kann absolut naiv denken. Andererseits aber

Andererseits aber ist mir natürlich klar, dass die Auswirkungen des Klimawandels auch bei uns nicht ausschließlich angenehm sein werden. Wie ich schon einmal angedeutet habe, hege ich ein abgrundtiefes Misstrauen gegenüber Vorhersagen jedweder Art, je langfristiger sie sind, umso weniger bin ich geneigt, den Aussagen Glauben zu schenken, selbst wenn die Begründung auf Anhieb plausibel erscheint. Liest man dann nämlich eine andere Prognose, so wird auch diese meistens nicht weniger plausibel begründet sein. Ich habe sogar im Fernsehen vor einiger Zeit zwei Wissenschaftler gesehen, die in etwa meiner naiven Vorfreude auf wärmere Zeiten das Wort geredet haben.

Leider ist ja bei jeder Meldung zu zukünftigen Entwicklungen immer die Frage im Spiel, wer diese Meldung bringt, wer einen Nutzen von dieser Meldung hat und wer die betreffende Untersuchung finanziert und eventuell dann auch beeinflusst haben könnte. Ganz unbestreitbar gibt es große Industriezweige, die an der entstehenden Warmzeit einen Haufen Geld verdienen können. Das finde ich in Ordnung und deutlich sympathischer als das die Industrien Geld verdienen an irgendwelchen Kriegen, was ja auch in der heutigen Zeit tägliche Praxis ist. Egal ob die schlimmsten die weniger schlimmen Prognosen zutreffend sind: die Entwicklung von umweltfreundlichen Produkten ist in jedem Fall doch nur zu begrüßen.

Aber ich möchte mein grundsätzliches Misstrauen an einem Beispiel verdeutlichen: es gibt viele Wissenschaftler, die Nahrungsergänzungsmittel entwickeln und in ihren Forschungsergebnissen ganz klar nachweisen, dass deren Einnahme ausschließlich positive Wirkungen auf die Gesundheit hat. Auf der anderen Seite gibt es aber andere Wissenschaftler, die vor der Einnahme solcher Präparate warnen, weil sie in ihren Forschungsergebnissen ganz klar nachgewiesen haben, dass die Einnahme solcher Präparate schädliche Wirkungen und/oder Nebenwirkungen hat. Soweit, so schlecht! Welcher von diesen beiden Gruppen soll ich denn nun glauben, was sie in langwierigen und komplizierten Forschungen nachgewiesen haben?

Genau das ist für mich die Crux mit den Ergebnissen der Klimaforschung. Diese Ergebnisse widersprechen sich. Je nachdem welche zuerst und zuletzt publiziert wurden und je nachdem wie vehement diese Publikationen verbreitet worden sind, wird mal die eine und mal die andere und dann wieder noch eine weitere mehr in das öffentliche Bewusstsein gerückt. Es wird wohl noch eine ganze Weile dauern, bis man diese widersprüchlichen Aussagen geordnet haben wird. Möglicherweise sogar so lange, bis man einfach sieht, wie es gekommen ist.

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