Falschmeldung zum Klimawandel erschüttert Glaubwürdigkeit
Ecki, am 26. Januar 2010
In vielen Publikationen, sowohl im Fernsehen als auch in den Printmedien wurde ausführlich darüber berichtet, dass im Himalaja die Gletscher abschmelzen. Angeblich sollte das Abschmelzen bereits bis zum Jahr 2035 so weit fortgeschritten sein, dass nichts mehr übrig ist von all dem Eis.
Unter anderem meldete Spiegel online ausführlich, dass dieses auf einem Irrtum beruht. Und auf was für einem! Denn gemeint war nicht das Jahr 2035, sondern das Jahr 2350. Der Unterschied sind neckische 315 Jahre – zugegeben immer noch ein winziger Zeitraum verglichen mit der Gesamtzeit ihrer Entstehungsgeschichte. Aber es relativiert doch sehr die Dringlichkeit, die dieser Aussage beigemessen werden muss, wenn es um die nächsten 20 Jahre geht.
Einmal abgesehen davon: wer bitteschön hat vor 100 Jahren den Klimawandel bereits voraus berechnet? Untermalen meine ich jetzt nicht den Anteil, den die menschlichen Aktivitäten verursachen sollen, sondern denjenigen, den der Lauf der Sonne und der Erde im Weltall herbeiführen. Mir persönlich drängt sich da einmal mehr die Frage auf, inwieweit ich überhaupt den voraus Berechnungen in Sachen Klima der Zukunft Glauben schenken soll.
Was nur am Rande publiziert wird, sind etliche Unwägbarkeiten, die von verschiedenen Seiten auch schon in die öffentliche Diskussion eingebracht worden sind. Breit getreten wird allerdings leider nur das Horrorszenario, dass man vor Augen haben muss, wenn man den Ton der Berichterstattung ständig verfolgt und auch die Art und Weise, wie mancher seine Vorstellungen im Fernsehen präsentiert immer wieder sehen muss. Bei weitem nicht alles, aber doch vieles wird in unsachlicher Tonart und Wortwahl mehr beeinflussende als informierend vorgetragen. Leider.
Wie in jedem anderen Bereich auch bekommen wir als “Endverbraucher der Informationsflut” natürlich auch nicht alle und nicht die volle Information, sondern nur das, was die Medien von allen verfügbaren Informationen weiterleiten wollen. Natürlich muss eine Auswahl getroffen werden, denn alle verfügbaren Informationen kann kein normaler Mensch mehr verarbeiten. Aber die Selektion der Informationen kann ganz leicht in irgendeiner Richtung tendieren und eine andere Richtung vernachlässigen.
Und darum sollte man, finde ich, alle Nachrichten mit Vorsicht genießen, besonders dann, wenn mit der heute in vielen Bereichen üblichen dringlichen Übertreibung agiert wird.
Näheres über das Thema Gletscher im Himalaja ist ausführlich in diesen beiden Artikeln beschrieben:
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,673779,00.html
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,673765,00.html
